Zielfoto entscheidet – Gießen-Achter rettet sich im Finale gegen Hannover

Nach einer schwierigen ersten Rennhälfte in Heidelberg zeigt unser Sparkasse Gießen-Achter im Verlauf des Renntags noch einmal deutlich bessere Ansätze – und darf sich am Ende sogar über einen knappen Erfolg freuen.


Im Viertelfinale gegen Mainz liefern wir ruderisch ein gutes Rennen ab, kommen gegen das starke Boot vom Rhein aber nicht an. Mainz zieht sich Schlag für Schlag ab, unsere Mannschaft muss das Feld ziehen lassen und geht mit rund zwei Sekunden Rückstand über die Ziellinie.

Im Finale um die Plätze trifft unser Achter auf Hannover – und liefert das spannendste Rennen des Tages. Beide Boote kommen gut aus dem Start, keine Mannschaft will das letzte Rennen der Saison abgeben. Bugball an Bugball geht es über die gesamten 350 Meter auf dem Neckar, ohne dass sich eines der beiden Boote absetzen kann. Am Ende überqueren beide Achter fast zeitgleich die Ziellinie – auf den ersten Blick ist der Ausgang nicht zu erkennen, keine der beiden Mannschaften wagt zu jubeln. Erst nach einer schier endlosen Wartezeit bringt die Auswertung des Zielfotos Klarheit: Unser Bugball liegt vorne.

Mit diesem Rennergebnis wird unser Sparkasse Gießen-Achter Vorletzter in der Tageswertung von Heidelberg – und entgeht damit zumindest am letzten Rennen des Tages der Roten Laterne.

Wind - Wellen - Krebs auf adem Neckar

Schon im morgendlichen Zeitfahren auf dem Neckar deutet sich an, dass es kein einfacher Tag wird. Unser Boot kommt zwar gut vom Start los, kann das Tempo über die Distanz aber nicht halten. Hamburg übernimmt die Führung, während es in unserem Achter zu einer kuriosen Situation kommt: Eine Gans schwimmt über die Strecke, es kommt zur Kollision – kurzzeitig herrscht Verwirrung im Boot. Am Ende beendet unsere Mannschaft das Zeitfahren als langsamstes Boot des Feldes.


Im Achtelfinale gegen Frankfurt erwischen wir wieder einen guten Start, doch die Frankfurter schieben ihren Bug früh nach vorne. Mit dem aufkommenden Gegenwind und den Wellen auf dem Neckar kommt unsere Mannschaft schlechter zurecht als der Gegner: Erst wird der Schlag unsauber, dann fängt sich ein Ruderer einen Krebs. Die Mannschaft findet danach nicht mehr in ihren Rhythmus und rudert das Rennen unsauber zu Ende.

Nun heißt es für unseren Achter, sich neu zu sortieren: Im Viertelfinale wartet Mainz.

Gießen-Achter startet mit Personalsorgen in Heidelberg

 

Am Samstag steht für unseren Sparkasse Gießen-Achter der letzte Renntag der STÜBBE Ruder-Bundesliga-Saison an. Schauplatz ist der Neckar in Heidelberg – für die Mannschaft von Trainer Lukas Tianis ein neuer Regattastandort und damit unbekanntes Wasser.

Die Wochen vor dem Saisonfinale verliefen allerdings mehr als durchwachsen. Grund dafür sind zahlreiche krankheitsbedingte Ausfälle. Gleich auf vier Ruderer muss Trainer Lukas Tianis in Heidelberg verzichten. Die Ausfälle lassen sich kaum teilweise kompensieren, sodass die Bootsbesetzung für das Saisonfinale angepasst werden musste.

Neben den personellen Sorgen kommt mit dem Neckar eine weitere Unbekannte hinzu: Da Heidelberg erstmals als Austragungsort in der Bundesliga-Saison fungiert, fehlen dem Team eigene Erfahrungswerte zur Strecke. Wie sich die neue Umgebung auf die Renntaktik auswirkt, wird sich erst im Laufe des Samstag zeigen.

Vor diesem Hintergrund dürfte es für den Sparkasse Gießen-Achter beim Saisonfinale vor allem darum gehen, die ausfallbedingten Lücken im Boot bestmöglich zu schließen und sich auf einer neuen Strecke schnell zurechtzufinden.